Ein Ziel der Etablierung eines bayernweit einheitlichen Leitstellen-Systems war nicht nur die einfachere Zusammenarbeit der ILS im Alltagsgeschäft, sondern auch die Vorhaltung einer gegenseitigen Redundanz im Falle technischer Störungen. Dass dies klappt, stellte die ILS Amberg zusammen mit einer weiteren ILS am 11.November 2017 unter Beweis.

Gegen 13:30 Uhr kam es zu technisch bedingten netzseitigen Störungen in den Notrufleitungen zu einer benachbarten Leitstelle. Da das Ausmaß zunächst nicht abschätzbar war, entschied man sich in Abstimmung mit der ILS Amberg zu einer sofortigen Umleitung der Leitungen 112 und 19222 nach Amberg. Zwei Disponenten der betroffenen Leitstelle machten sich auf den Weg nach Amberg, um die Notrufabfrage hier personell zu unterstützen. Bis zur Behebung der Störung gegen 21 Uhr wurden so 35 Einsätze im Zuständigkeitsbereich betroffenen Leitstelle in Amberg aufgenommen und zur Disposition an die betroffene Leitstelle weitergeleitet.

Die Zusammenarbeit klappte nicht nur hervorragend, das schnelle und umsichtige Handeln der Verantwortlichen beider ILS sorgte auch dafür, dass der Dienstbetrieb aufrecht erhalten werden konnte. Zwar bleibt zu hoffen, dass derartige Störungen die Ausnahme bleiben, dennoch zeigt das Beispiel, dass die beiden ILS derartige Ausnahmesituationen mit Bravour meistern können! (tc)