Die Alarmierung von Einheiten der Hilfsorganisationen und Feuerwehren ist das tägliche Brot einer Leitstelle. Im Falle von Großschadenslagen oder erhöhtem Einsatzaufkommen wie bei Unwettern macht eine eventuell erforderliche Nachbesetzung der Leitstelle allerdings auch eine Alarmierung der eigenen Mitarbeiter erforderlich.
Diese wird in der ILS Amberg seit August durch einen sogenannten Telefonalarm-Server unterstützt. Die Mitarbeiter der Leitstelle erhalten dabei einen Anruf, mit dem eine eingespielte Textkonserve über den Grund der Alarmierung informiert. Zwar werden die Mitarbeiter auch mittels SMS und Funkmeldeempfänger alarmiert. Der Vorteil des Telefonalarmsystems aber liegt in der Rückmeldung, welche die alarmierten Mitarbeiter durch Tastendruck am (Mobil-)Telefon geben. Der diensthabende Schichtführer sieht somit sofort, welche und wie viele Mitarbeiter für die Nachbesetzung zur Verfügung stehen und auf dem Weg zur ILS sind.
 
Für die Alarmierung stehen darüberhinaus verschiedene Kategorien zur Verfügung. So kann unterschieden werden zwischen Klein- oder Vollalarm für die Disponenten, Alarm für die Unterstützungsgruppe, Alarm für die Sichter (bei Unwettern) oder Alarm für Funktionspositionen wie Lagedienst oder Systemverwaltung. Auch eine Vorinformation bei drohenden Ereignissen oder eine Information über die Aufhebung des Alarms sind möglich, sodass alarmierte Mitarbeiter den Einsatz ggf. abbrechen können.  
 
Im Rahmen eines Testlaufs wurde das System bereits erfolgreich getestet und steht ab sofort für den Ernstfall zur Verfügung. (tc)