Ein Anrufer meldet Schüsse in einem Schnellrestaurant, in kurzer Folge berichten weitere Notrufe von einer Schießerei, teilweise an verschiedenen Orten mit Schwerverletzten und Toten – so ähnlich hat sich die Situation im Juli 2016 in München dargestellt. Die darauf folgende Großschadenslage hat Polizei und Rettungsdienste über Stunden hin gefordert. Das Bayerische Innenministerium hat nicht zuletzt in Folge solcher Ereignisse reagiert und eine Handlungsempfehlung für Rettungsdiensteinsätze bei besonderen Einsatz/Terrorlagen, kurz REBEL, auf den Weg gebracht.

Auch die Disponenten der ILS Amberg bildeten sich hierin nun fort. Als Referenten konnte man Sebastian Metzner (Foto), Oliver Braun und Sebastian Horny  von der JUH gewinnen, die sich aufgrund ihrer beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten teilweise organisationsübergreifend intensiv mit der Thematik auseinandersetzten. Hierbei wurde der Fokus besonders auf die Rolle der Leitstelle und deren Aufgaben bei derartigen Einsatzlagen gelegt. Aber auch interessantes Hintergrundwissen zur möglichen Bewaffnung von Tätern, deren Herkunft und Hintergrund und den Folgen von bewaffneten Anschlägen wurden thematisiert. Im Praxisteil der sehr kurzweiligen Fortbildung stellten die Referenten die Inhalte des REBEL-Kits vor, das auf den bayerischen Rettungswägen flächendeckend mitgeführt wird. Hierzu gehören beispielsweise sogenannte Tourniquets und spezielles Verbandmaterial zur Behandlung stark blutender Wunden.

Die teilnehmenden Disponenten und UG-Mitarbeiter waren sich einig: Eine äußerst kurzweilige und professionelle Schulung, verbunden mit einem großen Dank an die engagierten Ausbilder und der Hoffnung, dass das erworbene Wissen in der Realität nie umgesetzt werden muss. (tc)