Ein Tag vor Hl. Abend beendete die Wetterlage die „Stade Zeit“ in der ILS Amberg. In der Nacht zum 23.12.2016 zog eine Kaltfront mit Regen über Bayern, was in Nord- und Ostbayern zu einer massiven Glatteisbildung führte.

Bereits in der Nacht ereigneten sich zwei glättebedingte Verkehrsunfälle auf der A 93. Mit Übernahme durch den Frühdienst in der ILS dann stieg ab 6 Uhr das Einsatzaufkommen im Rettungsdienst massiv. Bis zum Mittag mussten - zusätzlich zum regulären „Tagesgeschäft“ - über 80 glatteisbedingte Stürze durch den Rettungsdienst notfallmäßig versorgt werden. Die Gesamtzahl der Rettungsdienst-Einsätze zwischen 0 und 12 Uhr liegt bei knapp 150 Alarmierungen. Hierbei waren alle 14 Rettungswagen im ILS-Bereich, 9 Krankentransportwagen und 13 Fahrzeuge der Bereitschaften bzw. Schnelleinsatzgruppen (BRK und Johanniter) im Einsatz. In 10 Fällen leisteten Feuerwehren bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe. Allein die Feuerwehr Amberg rückte zu 7 solcher sog. First-Responder-Einsätze im Stadtgebiet aus.

Auch die ILS selbst wurde nachbesetzt. 6 Einsatzleitplätze und 2 Ausnahmeabfrageplätze waren besetzt, die Einsatzbearbeitung im Rettungsdienst wurde auf 3 Plätze bzw. Disponenten aufgeteilt (Notfallrettung Amberg und Amberg-Sulzbach, Notfallrettung Schwandorf, Krankentransport). Leider wurden auch die Helfer selbst nicht verschont. Zwei Fahrzeuge mussten einen Eigenschaden melden, glücklicherweise wurden die Besatzungen dabei nicht verletzt und konnten ihren Dienst fortsetzen.

Die diensthabenden Disponenten möchten sich an dieser Stelle für die hervorragende Zusammenarbeit der haupt- und ehrenamtlichen Fahrzeugbesatzungen bedanken. Nur durch deren persönlichen Einsatz und Überstunden konnten alle Patienten zeitnah durch den Rettungsdienst versorgt werden. Ganz besonders die zusätzlich in Dienst gestellten Fahrzeuge im Krankentransport seien an dieser Stelle erwähnt. (tc)